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Sozialtherapie

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Das grundlegende Konzept der Sozialtherapie, wie es am Lehenhof in der Tradition Camphills entwickelt wurde, beruht auf der Idee, dass erwachsene Menschen mit Behinderungen, wenn sie geeignete Rahmenbedingungen in den grundlegenden Lebensbereichen vorfinden und gewisse Hilfestellungen erfahren, in der Lage sind, ein weitgehend normales Leben zu führen. „Normales Leben“ meint für Erwachsene hier: Selbstbestimmung und Selbständigkeit nach dem Maß individueller Möglichkeiten, Leben in gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Kontexten, Teilnahme am Arbeits-, am Kultur- und am politischen Leben der Gesellschaft. Normalität drückt sich im Zusammenleben von Menschen ohne und mit Behinderungen, von Männern, Frauen und Kindern, von Jung und Alt aus. Die Idee der Dorfgemeinschaft war von jeher inklusiv gemeint: Hier teilen in ihrer ganzen Verschiedenheit diejenigen Menschen, die ihr angehören, Wohnen, Arbeit und kulturelles Leben miteinander.

Im Rückblick auf 50 Jahre Sozialtherapie am Lehenhof hat es sich erwiesen, dass besonders die angemessene Gestaltung der sozialen Lebensbedingungen wie auch die Qualitäten der Akzeptanz, Wertschätzung, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit im Zusammenleben langfristig einen hoch therapeutischen Effekt für Menschen mit intellektuellen oder psychischen Behinderungen haben.



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