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Bodenseefestival 2018: Gémeaux Quartett ← 

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Konzert Gémeaux Quartett

Foto: Helge Zucker-Nawrot

Arisa Fujita, Francesco Sica, Violinen

Sylvia Zucker, Viola

Matthijs Broersma, Violoncello

 

Lesen Sie hier die Biographie des Gémeaux Quartetts.

 

Aus vier verschiedenen Ländern kommen sie und haben im Streichquartett ihre gemeinsame Sprache gefunden. Das mehrfach international preisgekrönte Gémeaux Quartett ist seit vielen Jahren auf internationalen Bühnen unterwegs, doch zieht es die Bratschistin Sylvia Zucker immer wieder in ihre Heimat zurück. Schon 2017 gastierten sie bei uns im Rahmen des Bodenseefestivals mit einem äußerst gelungen "amerikanischen" Konzert. Die Rezension dazu von K.v.Glasenapp lesen sie hier. Diesmal werden sie am Lehenhof zu hören sein mit einem russischen Programm, lautet doch das Motto des Bodenseefestivals 2018 "Russland - vorwärts zu neuen Ufern".

Programm:

J. Haydn: Streichquartett in Es-Dur, Op. 33 Nr. 2 "Der Scherz"

D. Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 7 in fis-Moll op. 108

P. Tschaikowsky: Streichquartett Nr. 1 in D-Dur, Op. 11

 

 

Joseph Haydns sechs Streichquartette Opus 33 sind dem Großfürsten Paul von Russland, dem späteren Zaren, gewidmet. Sie gelten als Beginn der Wiener Klassik. 

Nur eines der sechs Quartette aus Opus 33 führt in Deutschland einen populären Beinamen: das „Vogelquartett“ Opus 33 Nr. 3. Die Briten haben noch ein zweites Werk mit einem Spitznamen bedacht: eben das Es-Dur-Quartett, genannt „the Joke“, „der Witz“. Das quirlige Finale dieses Werkes endet nämlich mit einem der berühmtesten Beispiele für Haydns unbezwingbaren Hang, seine Zuhörer aufs Glatteis zu führen. Offenbar mussten die Engländer über diesen „joke“ so herzhaft lachen, dass diesem Quartett der Erfolg bis heute treu geblieben ist.

 

Schostakowitschs siebtes Quartett aus dem Jahre 1960 ist seiner sechs Jahre zuvor verstorbenen ersten Frau Nina Wassiljewna gewidmet. Es zeichnet sich aus durch eine radikale Reduzierung auf das Wesentliche, so dass es ‚nur’ etwa 12 Minuten dauert. Auch sollen die drei Sätze nicht durch längere Pausen getrennt werden - so fordert es die Anweisung 'attacca'.

 

Sein 1. Quartett schrieb Tschaikowsky in aller Eile, weil er für ein Konzert mit eigenen Kammermusikwerken noch ein grösseres Stück benötigte. Publikum und Kritik nahmen das Quartett begeistert auf. Es ist musikantisch-spielfreudig, der Tonfall ist unverkennbar russisch. Im Kopfsatz allerdings, dessen Thema mit seinem synkopierten 9/8-Takt so eigenartig wirkt, hat man auch schon Schubert-Anklänge festgestellt. Das berühmte Andante con sordini, das 1876 Tolstoi Tränen entlockt hat, beruht auf einem ukrainischen Volkslied. Das Scherzo, ein robuster russischer Tanz, entwickelt durch die Verlagerung des schweren Taktteils starke rhythmische Energie. In behendem Elan verläuft das Finale. Es lässt ein russisches Dorffest aufleben. 

 

Konzert am Donnerstag, 24. Mai 2018 um 19.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang erbeten.

Reservierungen unter 07555-8010 oder veranstaltungen(at)lehenhof.de

 

 

 



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