
Bodenseefestival: Konzert mit Studierenden der „Stella“
Alles auf einen Blick
Datum:
30. April 2027
Uhrzeit:
19:30 - 21:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Tycho-de-Brahe-Saal (Karl-König-Bau),
Eintritt:
Frei
Liebe Konzertbesucher, um jedem Menschen Zugang zu Kultur zu ermöglichen, erheben wir bei unseren Veranstaltungen grundsätzlich keinen Eintritt. Aber natürlich haben auch wir die üblichen Kosten, die im Übrigen von der öffentlichen Hand nicht bezuschusst werden. Bei uns ist Kultur ausschließlich aus Spenden finanziert - bitte unterstützen Sie uns bei der Hutsammlung am Ausgang!
Das Motto des Bodenseefestivals 2027 verbindet Körper-, Landschafts-, und Wahrnehmungsaspekte. „Tiefenrausch und Höhenflüge“ soll Musik und Kunst mit einer bestimmten Qualität beschreiben und in das Festival einladen.
Intuitiv empfindet jeder Mensch mit seinem Körper Höhe und Tiefe. Der Schwerkraft entkommen wir nicht. Wir spüren stark, wenn wir aufsteigen oder fallen. Der Gegensatz zwischen unten, wohin uns die Schwerkraft zieht und oben, wohin wir uns aufrichten und strecken, sind unserer Natur eingeschrieben. Was wir als hoch und als tief wahrnehmen, messen wir unwillkürlich daran, wie weit es sich im Verhältnis zu unserem Körper nach oben und unten befindet, erstreckt oder bewegt.
Zahlreiche Sprachen weltweit verbildlichen, wo von Akustik die Rede ist, hohe Frequenzen eben mit Worten für Höhe, tiefe mit solchen für Tiefe. In der europäischen Ästhetik stehen das Hohe und das Tiefe außerdem für Grade künstlerischer Qualität und Ernsthaftigkeit. Der „Ambitus“, also die Höhen-Tiefen-Ausdehnung von Stimmen, Instrumenten und Kompositionen ist eine wesentliche Dimension der Musik. Sie lebt von dieser Spannbreite und von den Mischungen und Kontrasten, die tiefe und hohe Töne im Wechsel oder im Zusammenklang erlauben. Höhen und Tiefen prägen auch bildende und darstellende Künste bis hin zur Gestik unseres Sprechens.
Im Bodenseefestival trifft vielfältigste Musik und Kunst auf eine ebenfalls durch reizvolle Höhenunterschiede geprägte Landschaft. Das Bodenseebecken einschließlich des Rheintals, ja, Wasserspiegel und Uferlinie des Gewässers selbst sind Stand- und Ausgangspunkt. Sie machen den See mit seiner enormen Tiefe von über 250 Metern ebenso erfahrbar wie die sich südlich rasch als Zweitausender auftürmenden Alpen und das hügelige nördliche Bodenseehinterland. Jeder Weg in dieser Region führt vielfach auf und ab.
Nicht nur, weil man hier nicht zuletzt tatsächlich tauchen und fliegen kann, passen Tiefenrausch und Höhenflüge zum Bodenseefestival. Es sind poetisch aufgeladene und hoch emotionale Begriffe, die die Lust des Menschen an Höhe und Tiefe bedeuten – im Raum, aber auch in der Musik, der Sprache und der Kunst. Sie passen zu leidenschaftlichen und starken Werken und Darbietungen beim Festival.
Näheres zum Programm „der Stella“ folgt.