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Bodenseefestival „Natur“: Gémeaux Quartett und Flurin Cuonz

Gemeaux Quartett

Alles auf einen Blick


Datum:
2. Juni 2022
Uhrzeit:
19:30 - 21:30 Uhr
Veranstaltungsort:

Eintritt:
Freier Eintritt, Spenden erwünscht

Konzert: Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur

„Schubert nimmt uns an der Hand und scheint uns zuzuflüstern: Sieh das große Ganze, der Tod ist nur dieser Durchgang durch diese Wand, die uns auf dieser Erde oft so undurchdringlich erscheint. Tiefer Friede und zärtliche Liebe, beide klingen sie so “wirklich” in diesem so ungeheuren Satz, durchbrochen von einem Mittelteil, der allen Schmerz, den wir uns nur irgendwie vorstellen können, hinausschreit. Keine wütendere Verzweiflung ist in diesem Moment vorstellbar – und dann bricht dieser Schrei des Widerstands zusammen- in totale Erschöpfung, in totale Aufgabe. Dann geschieht das wahre Wunder. Jenes “ewige” Fließen des Anfangs kehrt wieder… Auf einmal durchströmt dieses tröstende Gefühlt unser Herz: im Grunde kann uns nichts geschehen, absolut gar nichts. Hinter allem Leid und allem Schmerz ist nur eine Wirklichkeit verborgen und die ist schön, wunderschön. Sie ist uns meistens noch geheim und nur selten glauben wir wirklich an sie.

Doch etwas in uns weiß, sie ist wahr.“

(Klaus Christa zum 2.Satz des C-Dur Quintetts von Schubert, wenige Monate vor Schuberts Tod)

Arisa Fujita, Francesco Sica: Violinen

Sylvia Zucker: Viola

Matthijs Broersma: Violoncello

Flurin Cuonz: Violoncello

Konzert am Donnerstag, den 2. Juni 2022 um 19.30 Uhr.

Um allen Menschen den Zugang zu ermöglichen, wird kein Eintrittsgeld erhoben. Wir freuen uns aber sehr über Ihre Spende am Ausgang.

Reservierungswünsche bitte an christine.bauck(at)lehenhof.de

Flurin Cuonz, Violoncello

*1986 Winterthur Schweiz. Ab 2005 Studium bei Thomas Grossenbacher in Zürich, 2009 Lehrdiplom mit Auszeichnung. Danach, 2012, bei Clemens Hagen in Salzburg den Performance Master, ebenfalls mit Auszeichnung. Bereits während des Studiums erspielt sich Flurin Cuonz diverse Wettbewerbspreise, u.a. den 1. Preis am Cellowettbewerb Enrico Mainardi an der Universität Mozarteum Salzburg, 2010, und den 1. Preis des Kiwanis- Wettbewerbs für Violoncello an der Zürcher Hochschule der Künste, 2008.

Aus einer Reihe von Studienpreis-Wettbewerben: Musikpreis der Kiefer Hablitzel Stiftung, 2012, Studienpreise beim Instrumentalmusik-Wettbewerb des Migros-Kulturprozentes, 2009 und 2010. Nach erfolgreichem Praktikum 2008/09 wird er als Zuzüger/Aushilfe am Tonhalle Orchester Zürich akkreditiert.

Im Zentrum seines kammermusikalischen Schaffens steht das Trio Rafale, dessen Cellist er seit der Gründung 2008 ist. Das Trio Rafale konnte 2011 in Melbourne und 2014 in Osaka an zwei der renommiertesten Wettbewerbe für Kammermusik überzeugen und erspielte sich da wie dort den 1. Preis. Es folgte eine rege Konzerttätigkeit weltweit. Neben regelmässigen Auftritten im deutschsprachigen Raum gastierte das Trio auch in Frankreich, England, Tschechien, Russland, Japan, Korea, Australien und auf Hawaii.

Nebst weiteren Kammermusikprojekten und Soloauftritten hat Cuonz von September 2014 bis Februar 2015 eine Ad-Interim-Stelle als Solocellist im Musikkollegium Winterthur inne. Regelmässig gastiert er als Solocellist, u.a. bei den Bamberger Symphonikern, dem Sinfonieorchester Wuppertal, der Camerata Salzburg und dem Mahler Chamber Orchestra. Wertvolle Anregungen verdankt Flurin Cuonz namentlich auch Eckart Heiligers, Rainer Schmidt, Christian Proske, Alexander Neustroev, Christophe Coin und Bernhard Greenhouse.