
Giovanni Segantini – Bewegungsimpulse im Leben des Malers
Alles auf einen Blick
Datum:
15. Mai 2026
Uhrzeit:
19:00 - 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Tycho-de-Brahe-Saal (Karl-König-Bau),
Eintritt:
Frei
Der Lebensweg des Künstlers Giovanni Segantini wird von zwei entgegengesetzten Kräften gerahmt, dem Bewegungs- und Bildungsentzug des Kindes, das nie zur Schule gehen konnte und jahrelang in großer Einsamkeit sein Leben verbringen musste und der dynamischen Bewegung des erwachsenen Künstlers, der vom intellektuellen Interesse an Politik und Philosophie und der lebensbestimmenden Faszination an allem Lebendigen – ausgedrückt durch die Malerei – ein neues Leben schöpft. Sein monumentales Werk „Werden-Sein-Vergehen“ steht symbolisch hierfür.
Gioconda-Leykauf Segantini , die letzte lebende Enkelin Giovanni Segantinis, wurde 1941 in Maloja als Tochter Gottardo Segantinis, des ältesten Sohnes Giovannis, geboren. Als junge Frau heiratete sie den Augenarzt Dr. Günter Leykauf. Mit ihm und den gemeinsamen sechs Töchtern lebte sie in Hof an der Saale.
Seitdem sie 2012 verwitwete, pendelt sie vermehrt zwischen Franken und dem Oberengadin und erforscht intensiv das Leben ihrer Vorfahren. Familienhistorische- und Originalquellenpublikationen sind das Resultat dieser Arbeit.
Das umfassende Familienarchiv -aus über 3000 Originalbriefen bestehend- ist 2023 der wissenschaftlichen Erschließung zugänglich gemacht worden und befindet sich seitdem im digitalen Archiv des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) in Zürich.